Presse zu "Knöxer - und du?"
- Mitspieltheater für Kinder ab 4 bis 1.Klasse (Kindergarten, Vorschule)

Wenn es Nacht wird im Spielzeug-Laden
Puppenspiel zu bewährtem Thema macht aus Langenbacher Kindern begeistert mitgehende Akteure
Freising - Wenn es am hellichten Vormittag Nacht wird im Langenbacher Kindergarten und Herr Abendroth sich zum Nachhausegehen verabschiedet, bleiben die Kinder vor den Bühnenvorhängen sitzen. Denn jetzt wird es spannend. Sie wollen herausfinden, ob die Spielzeuge im Laden hinter dem Vorhang wirklich lebendig werden. In den folgenden 55 Minuten ist die Ein- manntheaterfrau "Ypsilon" ununterbrochen vor oder hinter den schwarzen Stoffbahnen des Spielzeugladens damit beschäftigt, Lotte, das Kind, Knöxer, den Bären, und die streitsüchtige Zauberin Olga auf- und abtreten zu lassen, zu pfeifen, zu quieken, zu klagen und zu raunen, bis Knöxer sein weggezaubertes Ohr endlich wieder an der richtigen Stelle sitzen hat.
Der Lärmpegel der Begeisterung und die Mitmacheuphorie erinnert bei diesem Puppenspiel oft an das klassische Kasperltheater. Was aber in "Knöxer- und du?" geschieht, ist doch ganz anders, wesentlich vielschichtiger und aktiver, auch aufwendiger. Kasperls Pritsche zieht hier nicht. Der Inhalt des Stückes ist einfach. Lotte, das Kind, hat sich im Laden in einer Spiel- zeugkiste versteckt, um das nächtliche Treiben beobachten zu können. Im Folgenden spielt sie trotz ihrer beachtlichen Größe nur eine Vermittlerrolle zwischen allen lebendigen und lebendig gemachten Teilnehmern.
Es geht auf Mitternacht. Rund um die Wände hängen 20 Puppen, recht handfest und irdisch zum Teil, andererseits seltsam fremde, geheimnisvoll glitzernde und schimmernde Gestalten, märchenhaft real und doch verzaubert, so, wie ein Spielzeugladen auf die Kleineren unter den Kleinen wirken mag. Vorsichtig beginnen sie zu schaukeln und sich zu bewegen, zwischen ihnen Knöxer, der Bär. Er kommt herunter von seinem Platz mit der Stimme von Birke Lindner, die mit ihm offen auf die Bühne tritt, aber schon im Augenblick vergißt man ihre Anwesenheit, die Aufmerksamkeit gehört Knöxer. Er stellt sich vor, spricht mit den Kindern und erzählt von der streitsüchtigen Zauberin Olga. Die erscheint auch wenig später, zaubert dem Bären spaßeshalber oder auch im Ernst ein Ohr ab. Was nun folgt, ist über viele Inszenierungstricks hinweg der von Erfolg gekrönte Versuch, wieder das Ohr an den Kopf zu bekommen.
Kindertheater mit Puppen nennt sich "Ypsilon". Es wird zum Theater mit Kindern, die, Scheu und Passivität vergessend, dem Bären gerne helfen. Ein großer wunderschöner Vogel bringt ein Ei mit der Aufforderung, dieses auszubrüten. Die darin enthaltende Botschaft lautet, man müsse der Zauberin eine überraschung machen, nur so käme der Bär wieder zu seinem Ohr. Die Hälfte der im Programm aufgeführten Mitwirkenden sind die Kinder, die sich nun, zu Hampelmann, Auto, Pferd oder Giraffe verkleidet, zu einem Spielzeug- überraschungsumzug formieren.
Unter dem organisierten Getröte und Gewiehere
des Publikums zieht der Zug zu Olga in ihren Zaubersaal. Gemeinsam, mit
Zauberspruch und Zauberblasen erreichen die Kinder, daß die Zauberin dem
Bären sein vollständiges Gehör zurückgibt, wenn auch zunächst vor Aufregung
ein falsches. Bald ist die Nacht um. Der Bär ist zufrieden und Olga hat
ausgezaubert. Es ist schon acht. Bald muß Herr Abendroth zurückkommen und
den Laden wieder aufsperren. Also nichts wie zurück in die Kiste, Roboter,
Pferd, Auto und Giraffe lehnen als leere Attrappen an den Wänden, Lotte
gähnt und schließt den Vorhang. Im Spielzeugladen schläft alles wieder, aber
Lotte weiß jetzt, daß die Puppen in der Nacht wirklich zu leben beginnen.
Herr Abendroth wünscht einen guten Morgen und die Kinder stürmen hinaus. Ein
ganz unüblicher Kindergartenvormittag ist zu Ende.
EKR
SCHORNDORFER NACHRICHTEN
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Antwort auf die Frage, was nachts mit Puppen passiertEin-Frau-Theater "YPSILON" im Rohrbronner Gemeindehaus |
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Remshalden.
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Den Kindern machte es Spaß, selber einzugreifen und beim
Umzug als Giraffe, Elefant oder Roboter verkleidet mitzumachen. Birke
Lindner hatte die jeweils passenden Kostüme beziehungsweise Utensilien aus-
gegeben. Und die Eltern waren arg überrascht, wie leicht ihre Sprößlinge in
die aktive Rolle schlüpften und ihre Zurückhaltung ablegten, um für Knöxer
in den Krieg zu ziehen.
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Michael Riedinger |
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SCHORNDORFER NACHRICHTEN