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ALTERTHEIM/KIST (TRAB)
Nicht nur die dicke Ente Berta wird vom Frauchen mit Schokolade voll gestopft, bis sie malt und unbeweglich wird und fehlende Vitamine in Pillenform statt in gesundem Entenfutter zugeführt bekommt.
Auch Friedrich kann der süßen Versuchung nicht widerstehen. Ständig nascht er Smarties oder andere bunte "Schoko-Pillis". Kr gibt dafür das ganze Geld aus, dass er sich durch Botengänge verdient und mit dem er eigentlich auf ein Mountain-Bike sparen will. Und auch Freundin Tilli, sonst Pillen gegenüber eher zurückhaltend, lehnt die Schoko-Klicker nicht ab.
In dem Stück "Saure Drops" beschäftigen sich Walter Brunner und Birke Lindner vom Puppentheater "Potzblitz" auf kindgerechte humorvolle, aber treffende Art mit dem Thema "Sucht".
Rund 100 Dritt- und Viertklässler der Verbandsschule Kist in Ober-altertheim, sowie die gleichen Klassenstufen der Grundschulen Unler-pleichfeld, Gerbrunn und Giebelstadt sahen das knapp einstündige Spiel. Initiiert und organisiert hatte die kleine Tournee der Puppenspieler Claudia Ruhe, im Landkreis für die Suchtvorbeugung zuständig.
Auch in Altertheim zeigte sich, dass Tabletten und der oftmals
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missbräuchliche Umgang mit ihnen für Kinder heute schon zum Alllag gehören. Die Kleinen kennen Tabletten oder Tropfen gegen Kopf- oder Bauchweh, Halsschmerzen oder Erkältung.
Doch die Grundschüler wissen glücklicherweise auch, dass Pillen zwar klein sind, aber "eine ganze Menge bewirken können." Besser sei deshalb gegen Kopfschmerzen ein "eiskalter Waschlappen auf der Stirn" oder "sich eine Weile hinzulegen". Der Erkältung komme man auch mit Tee bei und gegen den rebellierenden Magen helfen Cola und Salzstängchen.
Friedrich und Tilli machen am Ende des Stückes aber noch ein beunruhigende Entdeckung: Die geliebten Smarties enthalten ebenso wie Gummibärchen, Joghurt und andere Süßigkeiten eine Menge Inhaltsstoffe, die nur in einem "Geheimcode" auf der Packung stehen, wie etwa E 104. Als die beiden dahinter kommen, dass diese Farb- und Inhaltsstoffe Allergien auslösen können, hält sie nichts mehr: Künftig wollen sie als Farbstoff-Detektive diesen "Giften" nachspüren.
Und die Altertheimer Kinder machen mit. Dafür erhalten auch sie eine Liste mit allen Zusatzstoffen und ihrer mehr oder weniger schädlichen Wirkung. Und Konrektor Jörg Klaus den Auftrag, diese für alle Schüler zu kopieren.
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