Presse zu "Ich bin der Boss!" (5)
Hallertauer Zeitung | |
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Walter Brunner und Birke Lindner spielten mit den Großfiguren August und Karli das Stück "Ich bin hier der Boss!", welches Denkanstöße über die Möglichkeit von gewaltfreier Konfliktbewältigung geben soll. Die Kids waren begeistert. Fotos: Hainzinger | |
Kindertheater mit Präventationscharakter an der Grundschule:Kids helfen dem "Möchtegern-Chef" August"Potz Blitz" gibt Denkanstöße zu gewaltfreier Konfliktbewältigung - Schüler begeistert | |
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Rudelzhausen (hai). "Ich bin der Boss!" meint August, einer der Hauptdarsteller des gleich namigen Theaterstücks, dessen Welt sich nur um die Helden aus dem Fernsehen dreht. Seinen Freund Karli kommandiert er deshalb nur herum. Die 146 Grundschüler der ersten bis vierten Klasse der Volksschule erhielten mit dieser Aufführung des Potz Blitz Theaters am Donnerstag Anschauungs unterricht zu den Themen Gewaltvorbeugung und Konfliktverhalten sowie das Entstehen von Heldenvorbildern durch Fernsehkonsum.
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Das ist aber ganz und gar nicht nach dem Geschmack von August. Cleo müsse sich erst einer Mutprobe stellen. Als er das Mädchen jedoch mit seinem gefährlichen Todesstern bewerten will, hat auch Karli genug: "Du spinnst ja! Wir sind doch hier nicht im Film! Ich pfeif auf die Bande, du Möchtegern-Boss!" Jetzt ist die Mithilfe des Publikums gefragt. August will die kleinen Zuhörer mit kräftigen Parolen auf seine Seite ziehen. Doch von vielen Kids bekommt er zu hören: "Wir wollen uns aber nicht von dir herumkommandieren lassen!" Darauf zielt das Potz Blitz Theater ab. "Wir streben einen offenen Dialog mit den Zuschauern an. Die Reaktionen des Publikums werden provoziert, seine Meinung ist gefragt. Das erhöht die Aufmerksamkeit und macht viel mehr Spaß", so die Zielsetzung des professionellen ZweiPersonen Theaters von Birke Lindner und Walter Brunner. Jede Menge Tipps erhält der zum Schluss einsichtige August von den kleinen Zuhörern. "Bei uns in der Bande gibt es keinen Chef, da sind alle gleichberechtigt," schlägt ein Knirps vor, ein anderer meint: "Man kann sich ja abwechseln, wer bestimmt, was gespielt wird." Den lautstarken Zugaberufen der Kids konnten die Schauspieler zwar nicht nachgehen, das Ziel der Vorführung wurde aber auf alle Fälle erreicht: Anstöße geben, um über die Möglichkeiten von gewaltfreier Konfliktbewältigung nachzudenken. |